Montag, 23. Juni 2014

"Ich bin türkischer Deutsch-Chinese. Und du?"

Ich habe vor kurzem übrigens mein Mercator-Stipendium erhalten. Mercator unterstützt ja nicht nur den Austausch zwischen der Türkei und Deutschland, sondern auch nach China. Deswegen waren auf der Stipendienfeier nicht die Deutsche, die in die Türkei wollen, sondern auch Austauschschüler, die nach China wollen, außerdem Türken und Chinesen, die ihr Jahr in Deutschland verbringen.
Das Ganze stand unter dem Motto: "Ich bin türkischer Deutsch-Chinese. Und du?"
Der erste Programmpunkt war der Autritt der türkisch/österreichischen Band Kent Coda:


Dann wurden wir von allen möglichen wichtigen Leuten begrüßt und die Partnerorganisationen wurden vorgestellt. Nach einem moderierten Gespräch mit Austauschschülern, Rückkehrern und Gasteltern  wurden Kurzfilme von  Austauschschülern in China und der Türkei gezeigt.
Anschließend wurden uns unsere Urkunden übergeben und nachdem wir offiziell von Mercator verabschiedet wurden, bei einem weiteren Kent Coda Auftritt mitgesungen und ein Gruppenfoto gemacht haben, wurde das chinesische Buffet gestürmt.
Fotos gibt's hier, mehr Infos über Mercator hier.


Countdown läuft.

So, ich hab jetzt alle drei Vorbereitungswochenenden hinter mir. Ich habe neue Leute kennengelernt, mehr über mich selbst  und die Türkei erfahren, von Gebräuchen und Traditionen gehört und Gefühle, Gedanken, Hoffnungen und Ängste ausgetauscht.
Jetzt sind es noch 73 Tage, 10 Stunden und 44 Minuten. Ich hab noch genau vor Augen, wie auf dem Countdown auf meinem Handybildschirm keine 73, sondern eine 190 stand. Die Zeit vergeht so schnell und ich hab noch so viel zu tun. Andererseits würde ich am liebsten sofort ins Flugzeug steigen und losfliegen.






Freitag, 28. März 2014

AFS inspiriert - Ein Leben lang.

Die erste große Entscheidung, die ich auf dem langen Weg zu meinem Auslandsjahr treffen musste, war die Wahl einer Organisation. Denn davon gibt es unendlich viele und jede einzelne scheint sehr gut zu sein. Eigentlich stand von anfang an fest, dass ich mit AFS weggehen möchte, ich war trotzdem noch auf einer großen Infoveranstaltung in Kassel und habe mich über andere Organisation informiert.

Es gab viele Gründe, warum ich mich für AFS entschieden habe: AFS hat meiner Meinung nach eine beeindruckende Geschichte, durch die vielen Schüler, die mit AFS weggehen, haben die Mitarbeiter sehr viel Erfahrung, man hört eigentlich nur Gutes, die Gastfamilien sowie die Mitarbeiter machen alles ehrenamtlich, es gibt eine große Auswahl an Länder, man wird wirklich auf sein Auslandsjahr vorbereitet und noch viel mehr.

In diesem Post möchte ich aber eigentlich noch nicht über meine Erfahrungen mit AFS sprechen, sondern einfach etwas über meine Organisation erzählen.

AFS steht für "American Field Service". Unter diesem Namen retteten freiwillige Sanitätswagenfahrer Verwundete von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem ebenfalls hunderte Freiwillige weltweit geholfen haben, kamen die Fahrer in den USA zusammen, um über die Zukunft des AFS zu entscheiden. Sie beschließen, Jugendaustauschprogramme ins Leben zu rufen und wollen so das Verständnis zwischen den Kulturen fördern und damit den Weltfrieden zu sichern.
1948 fuhren die ersten beiden deutschen Schüler mit AFS in die USA.

I don't know of anything  more worthwhile today than for young people of our several countries to visit each other.

- President Eisenhower zu AFS Austauschschülern in den USA in 1957

Seitdem bleibt AFS seinen Zielen treu und fördert nicht nur Völkerverständigung, sondern auch Toleranz. In der Grundsatzerklärung von AFS steht: 

“AFS ist eine internationale, unabhängige und gemeinnützige Ehrenamtlichenorganisation, die interkulturelle Programme durchführt, um Menschen in der Entwicklung ihres Wissens, ihrer Fähigkeiten und ihres Verständnisses zu unterstützen, die erforderlich sind, um eine gerechtere und friedvollere Welt zu schaffen.

AFS hilft Menschen in ihrem Bestreben, sich als verantwortungsvolle Bewohner dieser Erde für den Frieden und ein besseres Verständnis zwischen den unterschiedlichen Kulturen dieser Welt einzusetzen.

AFS ist der Überzeugung, dass die Entwicklung des Friedens ein dynamischer Prozess ist, der durch Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Intoleranz gefährdet wird.
AFS setzt sich für die Würde des Menschen und den Wert eines jeden Menschenlebens sowie aller Völker und Kulturen ein. AFS fördert die Achtung der Menschenrechte und der Grundrechte ohne jede Diskriminierung von Rasse, Geschlecht, Sprache, Religion oder gesellschaftlicher Stellung.

AFS gestaltet seine Programme im Bewusstsein seiner Grundwerte: der Würde, der Achtung von Unterschieden, der Harmonie, des Einfühlungsvermögens und der Toleranz."

Bisher habe ich wirklich ausschließlich tolle Erfahrungen mit AFS gemacht und ich kann jedem, der ein Auslandsjahr machen möchte, empfehlen sich auch für diese Organisation zu entscheiden. Fragen beantworte ich natürlich gerne :)


AFS Homepage: http://www.afs.de/






Montag, 3. Februar 2014

Meliponinis in der Türkei

Die meisten haben wahrscheinlich keine Ahnung, wer oder was Meliponinis sind. Ging mir genauso, als ich es zu ersten Mal gehört habe.
Meliponinis sind (laut Wikipedia) stachellose (Honig)Bienen, die zu den hochsozialen Arten gehören. Außerdem sind sie das das Motto von allen, die 2014/2015 ins Ausland gehen.

Don't dream it, bee it - 

2014/15 umschwirren wir die Welt!


Erfahren habe ich von dem Motto über eine andere Austauschschülerin. Hanna, 15, wird auch in die Türkei gehen. Es gibt auch einen Gemeinschaftsblog für die Bienchen in der Türkei: http://meliponinisint2014-15.blogspot.de/ Da haben Hanna und ich erstmal nur jeder ein paar Fragen beantwortet. Meine Antworten poste ich jetzt einfach nochmal hier, aber wer Lust hat, kann ja trotzdem mal bei dem Blog vorbeischauen

1. Wie heiße ich?
Eigentlich Stephanie, aber ich werde von allen Steffi genannt. Und irgendwie haben viele Ausländer ein Problem mit der Aussprache. :D

2. Wie alt bin ich?
Jetzt noch 15, aber bei meiner Abreise werde ich 16 sein.

3. Wo komme ich her?
Aus einem winzigen Dorf in Niedersachsen. 1027 Einwohner, viele Schweine und Kühe, schöne Landschaft aber nix los hier.

4. Wo möchte ich hin?
Am liebsten in eine große Stadt, die aber trotzdem nicht zu hektisch ist. Istanbul finde ich wunderschön!  Aber Hauptsache, meine Familie ist nett :-)

5. Mit welcher Organisation gehe ich?
Mit AFS. Bis jetzt habe ich nur tolle Erfahrungen damit gemacht und ich bin mir sicher, das bleibt auch so!

6. Warum ausgerechnet in die Türkei?
Weil ich Döner liebe.
Nein, Spaß beiseite. Ich war letztes Jahr dort im Urlaub und habe mich in Istanbul verliebt! Es gibt so unglaublich viel zu sehen, die Leute sind so nett und liebenswürdig und das Essen ist einfach so lecker!

7. Wie lange werde ich weg sein?
Ein Jahr, vieleicht auch ein oder zwei Monate weniger. Aber die Zeit wird bestimmt viel zu schnell vergehen.

8. Wann geht es los?
Am 5. September (so plus minus 2 Tage). Am liebsten würde ich sofort losfahren!

9. Habe ich schon eine Gastfamilie?
Nein, aber ich hoffe, dass ich bald eine bekomme! Wahrscheinlich dauert das aber noch..

10. Warum möchte ich ein Auslandsjahr machen?
Ich liebe es, zu verreisen. Neue MEnschen kennenzulernen, eine fremde Kultur zu entdecken, faszinierende Städte zu sehen, das ganze Drum und Dran eben. Aber zwei Wochen Urlaub sind dafür immer vieeel zu kurz! Also gehe ich jetzt für ein ganzes Jahr in ein anderes Land. Nur wird das kein Urlaub, sondern eher so etwas wie ein neues Leben. Ich möchte wirklich, Teil einer Kultur werden, zu einer Failie dazu gehören, die ganz anders lebt als ich hier in Deutschland. Ich bin mir sicher, das wird die beste Zeit meines Lebens!

11. Wie bin ich auf die Idee gekommen?
Ich habe mich mit einer Austauschschülerin unterhalten und mir war sofort klar, dass ich das auch unbedingt machen möchte.

12. Was erhoffe ich mir von diesem Jahr?
Ein Jahr, in dem alles anders und neu ist: Neuer Kontinent (vielleicht), neues Land, neue Kultur, neue Sprache, neue Familie, neue Freunde, neue Hobbys und so weiter. Natürlich auch ganz viel Spaß und tolle Erfahrungen.

13. Wie löse ich das Problem mit dem Gepäck?
Oh, da hab ich jetzt schon Angst vor. Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung. Wahrscheinlich werde ich mit 30 Kilo Übergewicht losfahren.


So, das wars dann auch erstmal von mir. Wer mehr über mich und mein Auslandsjahr wissen möchte, kann ich gerne auf Facebook (Steffi Lenck) anschreiben :-)

Sonntag, 15. Dezember 2013

Erster Eintrag

Okay, hier kommt also mein erster Blogeintrag...

Ich werde nächsten Sommer in die Türkei gehen und dort ein ganzes Jahr lang leben. Neues Land, neue Sprache, neue Kultur, neue Religion, neue Familie, neue Freunde - alles neu. Vielleicht sogar ein neuer Kontinent.

Auch wenn es noch ungefähr acht Monate sind, kann ich es irgendwie kaum erwarten.

Ich war schon ein paar Mal in der Türkei. An die Badeurlaube aus meiner Kindheit kann ich mich kaum erinnern, aber letzte Osterferien war ich mit meiner Mama und meiner Schwester eine Woche in Istandbul und es war einfach toll! Eine wunderschöne Stadt mit viel zu gutem Essen und super netten Leuten. 





























Bis zu meiner Abreise werde ich wahrscheinlich eher wenig posten, vielleicht mal kurz dazu, wie sich meine Sprachkenntnisse entwickeln (bzw. erst einmal entstehen) oder was ich so Interessantes über mein Land zu erzählen habe.
Sollte es denn jemanden interessieren, gibt's vielleicht auch mal einen Post zu meinen Bewerbungen, meinen Auswahlen und so weiter. 

Aber bis dahin erst einmal Hoşça kalın und auf Wiedersehen!